Von Daten zu Diagnosen: Wie eine gezielte Kampagne Morbus-Fabry-Patienten sichtbar macht

Wie identifiziert man Patient*innen, die das Gesundheitssystem bislang übersehen hat?
Chiesi und MMM Consulting zeigen, wie datengetriebenes Rare Disease Marketing echten Unterschied macht.

Welche zentrale Herausforderung gilt es bei der Behandlung von Morbus Fabry zu
lösen und wie konnte MMM Consulting dabei unterstützen?

Morbus Fabry ist eine seltene, angeborene monogenetische Stoffwechselerkrankung
aus der Gruppe der lysosomalen Speicherkrankheiten. Betroffenen Patient*innen fehlt
ein wichtiges Enzym, was zu einer Vielzahl unspezifischer Symptome führt, und durch
einen progredienten Verlauf gekennzeichnet ist, der insbesondere in kardiale,
zerebrovaskuläre und nephrologische Komplikationen münden kann. Gerade diese
unspezifische Symptomatik sorgt dafür, dass die Erkrankung trotz einer vergleichsweise
einfachen Diagnose mittels Bluttests häufig unerkannt bleibt und Patient*innen nicht
adäquat behandelt werden.

Gemeinsam mit MMM Consulting, mit denen ich dank ihrer erwiesenen Kompetenz in
der Vergangenheit schon erfolgreich Projekte stemmen konnte, haben wir daher eine
zielgerichtete Disease Awareness-Kampagne entwickelt. Ziel war es, genau jene
Facharztgruppen anzusprechen, die diese Patient*innen mit unspezifischer
Symptomatik besonders häufig sehen und somit die größte Chance haben, Morbus
Fabry frühzeitig zu diagnostizieren.

Wie wurde konkret vorgegangen?

Im ersten Schritt wurden die relevanten Facharztgruppen identifiziert, bei denen nicht
diagnostizierte Morbus Fabry-Patienten aufgrund ihrer Symptomatik typischerweise
vorstellig werden. Für jede dieser Arztgruppe wurden fachgruppenspezifische Red Flag
Symptome erarbeitet, bei deren Auftreten eine höhere Wahrscheinlichkeit für Morbus
Fabry als Ursache besteht. Diese Red Flags wurden gezielt kommuniziert, unter
anderem über personalisierte Anschreiben an die entsprechenden Ärzt*innen, ergänzt
durch konkrete Handlungsempfehlungen für die Diagnostik.

Zur effizienten Nutzung der verfügbaren Ressourcen wurde die Wahrscheinlichkeit der
Patientenidentifikation je Facharztgruppe herausgearbeitet und priorisiert. Zusätzlich
wurden die Ärzt*innen hinsichtlich ihrer Interessenlage und Verhaltensmuster
analysiert und die Ansprache in Wording und Tonalität darauf ausgerichtet. So konnte
die Kampagne gezielt dort verstärkt werden, wo der größte Impact zu erwarten war.

Wie können Sie den Projekterfolg messen?

Ein wichtiger Indikator für den Erfolg der Kampagne ist die aktive Resonanz der
Ärzt*innen auf unsere Angebote im Anschreiben. Dazu zählen beispielsweise die
Teilnahme an CME-Fortbildungen, die aktive Nutzung von Informationsmaterialien oder
der direkte Austausch mit den wissenschaftlichen Ansprechpartnern von Chiesi.
Letztlich zeigt sich der Erfolg jedoch vor allem in der Praxis: Jeder zusätzlich
identifizierte und behandelte Morbus-Fabry-Patient ist ein klar messbares Ergebnis der
Initiative. Dadurch wird das Leiden dieser Patient*innen verringert und Lebensqualität
zurückerlangt.

Was hat die Zusammenarbeit mit MMM Consulting für Sie besonders attraktiv
gemacht?

Besonders überzeugt hat mich die Kombination aus breiter branchenspezifischer
Expertise und Umsetzungsgeschwindigkeit. Hervorzuheben ist zudem die
partnerschaftliche Zusammenarbeit: MMM Consulting versteht unsere
Herausforderungen und kann datengetriebene Ansätze in passgenaue Konzepte und
funktionierende Lösungen überführen.
Das Ergebnis ist eine erfolgreiche Kampagne, die Wirkung und eingesetztes Budget in
ein ausgezeichnetes Verhältnis bringt.


Foto Ralf Schnell


Dr. Ralf Schnell ist Marketing-Manager in der Geschäftseinheit Rare Disease bei Chiesi. Er ist zuständig für ein bei Morbus Fabry zugelassenes innovatives Medikament.

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